Für die meisten Ausdauersportler ist der Brustgurt ein unverzichtbares Werkzeug im Training. Mit dem Garmin HRM 600 setzt Garmin neue Maßstäbe: mit seinen neuen Funktionen analysiert er Trainings- und Leistungsdaten und gibt vor allem beim Laufen neue Einblicke in Deine Performance. Wir stellen die wichtigsten Innovationen vor.
Foto: Garmin
Abschied von der Knopfzelle: Wiederaufladbar und nachhaltig
Die wohl auffälligste Neuerung für den Alltag: Der HRM 600 kommt erstmals mit einem integrierten, wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku. Vorbei sind die Zeiten, in denen man nervös nach einer CR2032-Batterie suchte oder beim Wechseln versehentlich die Dichtung beschädigte.
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Akkulaufzeit: Bis zu zwei Monate bei täglichem Training (ca. 1 Stunde/Tag).
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Vorteil: Das Gehäuse bleibt versiegelt, was die Langlebigkeit erhöht und die Wasserdichtigkeit (5 ATM) zuverlässiger macht – ein kritischer Punkt für Langdistanz-Athleten, die ihren Gurt im Salzwasser oder bei extremem Schweiß nutzen.
Erweiterte Laufmetriken: Running Economy & Step Speed Loss
Während die klassischen „Running Dynamics“ (Schrittlänge, Bodenkontaktzeit) mittlerweile Standard sind, liefert der HRM 600 in Kombination mit aktuellen High-End-Watches (wie der Forerunner 970 oder Fenix 8) exklusive neue Daten.
1. Running Economy (Laufökonomie): Diese Metrik ist der „Heilige Gral“ für Marathonläufer und Triathleten. Sie misst, wie viel Sauerstoff bzw. Energie du bei einer bestimmten Geschwindigkeit verbrauchst, gemessen in ml/kg/km. Ein niedrigerer Wert bedeutet eine höhere Effizienz, also weniger Sauerstoffverbrauch für eine bestimmte Pace.
2. Step Speed Loss (Geschwindigkeitsverlust beim Aufsetzen): Der Sensor erkennt nun exakt, wie stark dein Körper beim Fußaufsatz abgebremst wird. Wer hier die Bremswirkung reduziert, läuft nicht nur schneller, sondern senkt auch das Verletzungsrisiko.
Maximale Flexibilität: Autonome Aktivitätsaufzeichnung
Ein Feature, das besonders beim Krafttraining, Crossfit oder bei Mannschaftssportarten (wo das Tragen einer Uhr oft verboten oder unpraktisch ist) glänzt: Der HRM 600 kann jetzt bis zu 24 Stunden Aktivitätsdaten eigenständig speichern. Im Gegensatz zu den Vorgängern lässt sich eine Aktivität nun sogar direkt über die Garmin Connect App starten, ohne dass eine Uhr in der Nähe sein muss. Die Daten werden später nahtlos synchronisiert.
Design & Komfort: Modular und Waschbar
Garmin hat auf das Feedback der Community gehört. Der HRM 600 ist modular aufgebaut. Das bedeutet, das Sensormodul lässt sich mit einem Klick abnehmen. Der Textilgurt selbst ist nun offiziell maschinenwaschbar. Das ist nicht nur hygienischer, sondern löst das Problem der Vorgängermodelle, bei denen die integrierten Elektroden nach intensivem Gebrauch oft durch Schweißrückstände litten. Zudem bietet Garmin den Gurt nun in zwei spezifischen Größen an (XS-S und M-XL), um eine perfekte Passform ohne Verrutschen zu garantieren.
Fazit: Lohnt sich das Upgrade?
Der HRM 600 ist weit mehr als ein inkrementelles Update. Für datenaffine Triathleten, die an ihrer Laufökonomie feilen wollen oder das hantieren mit Batterien satt haben, ist er ein Muss. Die Kombination aus präziser Herzfrequenzmessung (inkl. HRV), erweiterten biomechanischen Daten und dem nachhaltigen Akku-Konzept macht ihn zum aktuell leistungsfähigsten Wearable auf dem Markt.
Tipp für den nächsten Wechsel: Achte auf die integrierte LED-Statusanzeige am Sensor – sie signalisiert dir sofort, ob der Gurt gekoppelt und einsatzbereit ist, bevor du dich in die Fluten stürzt oder den ersten Laufschritt machst.


















