Samorin, 24. Mai 2026 - Bei perfekten Bedingungen wurde "The Championship" in Samorin (Slowakei) erneut zu einem der sportlichen Höhepunkte der frühen Saison. Das Event ist die jährliche stattfindende Meisterschaft der CHALLENGE-Serie über die Mitteldistanz. Schnelle Strecken, hohe Leistungsdichte und internationale Topbesetzung sorgten in diesem Jahr für hochklassige Rennen – mit besonders starken Leistungen deutscher Athletinnen.
Deutscher Doppelsieg: Caroline Pohle gewinnt, Lena Meissner Zweite
Caroline Pohle verteidigt ihre Führung beim Laufen und gewinnt "The Championship 2026", Foto: Challenge Family
Im Frauenrennen feierte Caroline Pohle einen emotionalen und hochverdienten Sieg. Zwar kam die Deutsche nach dem Schwimmen zunächst mit Rückstand aus dem Wasser, doch auf dem Rad übernahm sie zunehmend die Kontrolle über das Rennen.
Gemeinsam mit Lena Meißner und Marta Sánchez bildete sich zunächst eine Spitzengruppe. Zur Rennmitte forcierte Pohle jedoch das Tempo deutlich und setzte sich entscheidend ab. Mit einer Radzeit von 2:02:42 Stunden stellte sie zudem einen neuen Streckenrekord auf dem Rad auf und nahm ihren Konkurrentinnen mehr als zweieinhalb Minuten ab.
Caroline Pohle auf dem Rad mit neuem Streckenrekord, Foto: Challenge Family
Im abschließenden Lauf geriet Pohle durch die hohen Temperaturen zwar noch einmal unter Druck, verteidigte ihre Führung aber souverän bis ins Ziel. Hinter ihr zeigte Lena Meißner ebenfalls ein starkes Rennen und komplettierte den deutschen Doppelerfolg mit Platz zwei. Rang drei sicherte sich die laufstarke Dänin Katrine Græsbøll Christensen.
Im Ziel zeigte sich Pohle entsprechend emotional. Besonders die starke Radleistung und der lang ersehnte Sieg bei einem ihrer Lieblingsrennen dürften ihr zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Saisonhöhepunkte geben – insbesondere mit Blick auf den Challenge Roth.
| Platz | Name | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Caroline Pohle | DEU |
3:55:39 |
| 2 | Lena Meissner | DEU |
3:57:11 |
| 3 | Katrine Græsbøll Christensen | DEN |
3:58:32 |
| 4 | Elisabetta Curridori | ITA |
4:01:43 |
| 5 | Marta Sánchez Hernandez | ESP |
4:02:21 |
| 6 | Francesca Crestani | ITA |
4:03:45 |
| 7 | Justine Guerard | FRA |
4:06:34 |
| 8 | Brooke Gillies | GBR |
4:09:11 |
| 9 | Megan Mcdonald | GBR |
4:10:43 |
| 10 | Jasmine Brown | AUS |
4:11:29 |
Männerrennen: Palmer gewinnt vor Solok und Draper
Aufholjagd: Harry Palmer übernimmt die Führung beim Laufen und gewinnt "The Championship 2026", Foto: Challenge Family
Im Männerrennen setzte zunächst Hannes Butters die Akzente. Der Deutsche übernahm bereits im Schwimmen die Initiative und führte das Feld nach 21:48 Minuten aus dem Wasser. Dahinter formierte sich jedoch schnell eine große Verfolgergruppe mit zahlreichen Favoriten, darunter Harry Palmer, Florian Angert und Frederic Funk.
Auf dem Rad entwickelte sich zunächst ein Soloauftritt des Dänen Valdemar Solok. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h setzte er sich früh ab und baute seinen Vorsprung bis zur zweiten Wechselzone auf mehr als drei Minuten aus. Dahinter zerfiel die große Verfolgergruppe zunehmend, während Athleten wie Palmer und Funk versuchten, den Rückstand zu kontrollieren.
Raddruck: Der Däne Valdemar Solok setzt sich beim Radfahren in Führung, Foto: Challenge Family
Besonders bemerkenswert war die Aufholjagd von Will Draper, der nach einem schwachen Schwimmen zunächst weit zurücklag, sich aber auf dem Rad und vor allem im Lauf kontinuierlich nach vorne arbeitete.
Die entscheidende Dynamik entwickelte sich jedoch im Halbmarathon. Palmer startete eine starke Aufholjagd und begann Kilometer für Kilometer, den Vorsprung von Solok zu reduzieren. Rund vier Kilometer vor dem Ziel fiel schließlich die Entscheidung: Palmer übernahm die Führung und lief seinem bislang größten Karriereerfolg entgegen. Nach 3:31:55 Stunden gewann der Brite vor Solok und Draper.
| Platz | Name | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Harry Palmer | GBR |
3:31:55 |
| 2 | Valdemar Solok | DEN |
3:32:29 |
| 3 | William Draper | GBR |
3:33:59 |
| 4 | Henry Räppo | EST |
3:34:54 |
| 5 | Jannik Schaufler | DEU |
3:35:10 |
| 6 | Florian Angert | DEU |
3:35:45 |
| 7 | Frederic Funk | DEU |
3:35:54 |
| 8 | James Teagle | GBR |
3:36:29 |
| 9 | Kieran Lindars | GBR |
3:36:37 |
| 10 | Ognjen Stojanovic | SRB |
3:37:00 |


DEU
DEN
ITA
ESP
FRA
GBR
AUS
EST
SRB

















