Liebe Athletinnen und Athleten,
die aktuellen Wetterprognosen für den triathlon.de CUP Landshut sagen hochsommerliche Temperaturen von deutlich über 30 Grad voraus. Damit wird die Hitze am Wettkampftag zu einem entscheidenden Faktor und stellt alle Teilnehmer, Zuschauer und Helfer vor besondere Herausforderungen.
Wir als Veranstalter tun - in enger Abstimmung mit dem Sanitätsdienst und den Kampfrichtern - alles für eure Sicherheit und bauen die Versorgung massiv aus. Dennoch liegt die finale Verantwortung bei euch: Passt eure Renntaktik an die Tagesbedingungen an. Wer Anzeichen von Schwindel oder extremer Erschöpfung spürt, sollte das Tempo rauszunehmen oder das Rennen vorzeitig zu beenden. Gesundheit geht vor Medaille.
Im Folgenden möchten wir euch unsere Hitzeschutzmaßnahmen vorstellen und euch wichtige Hinweise für euer Rennen geben. Bitte nehmt euch einige Minuten Zeit, die folgenden Hinweise aufmerksam zu lesen. Die richtige Vorbereitung, eine angepasste Rennstrategie und ein bewusster Umgang mit den Bedingungen können entscheidend dazu beitragen, dass ihr gesund, sicher und erfolgreich ins Ziel kommt.
Unsere (zusätzlichen) Maßnahmen für Athleten und Zuschauer
Abstimmung mit BRK und BTV Wettkampfrichtern
Wir haben die Bedingungen mit den Sanitätern, Wasserwacht und den Kampfrichtern des BTV intensiv besprochen. Alle Parteien halten die Durchführung auch bei diesen Bedingungen für möglich und unterstützen die Durchführung des Events ausdrücklich.
Strecke, die Schatten bietet
Unser gesamter Triathlon findet in der Natur, also in unbebautem Gelände statt. Sowohl Rad- als auch Laufstrecke führen entlang der Isar durch teilweise bewaldete / bewachsene Abschnitte, die Schatten bieten, so dass Athletinnen und Athleten nicht permanent einer hohen Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Permanente Bereitstellung von Getränken, Wasser, Schwämmen und Eis
Neben der deutlichen Erhöhung der Versorgungskapazität haben wir vor allem auch den ständigen Nachschub an allen Versorgungsstellen sichergestellt.
Hohe Dichte an Versorgungspunkten, vor allem auf der Laufstrecke
Es wird vier Versorgungsstellen auf der Laufrunde geben, davon zwei Hauptstationen mit Getränkeversorgung (Trinkwasser, Iso, Cola) sowie Kühlmöglichkeiten (Kühlwasser, Schwämme, Eis) und zwei weitere Stationen mit Getränkeversorgung (nur Trinkwasser) sowie Kühlwasser und Schwämme. Die Entfernung zwischen den den Versorgungspunkten beträgt jeweils ca. 1,3 - 1,5 Kilometer.
Sprinklerdusche auf der Laufrunde
Beim Durchlauf jeder Laufrunde passieren die Athleten ein Zelt mit einer Sprinklerdusche.
Einsatz von Hitze-Kontroll-Teams, kurze Reaktionszeiten im Bedarfsfall
Auf der Laufstrecke werden permanent Einsatzkräfte auf Fahrrädern patrouillieren, um Gefahrensituationen schnell zu erkennen und ggf. die Rettungskräfte zu alarmieren.
Getränkeversorgung für Zuschauer
An den Hotspots der Rad- und Laufstrecke werden drei separate Versorgungsbereiche auch für Zuschauer des Triathlons eingerichtet.
Athletenhinweise: so kannst Du Dich selbst auf die Hitze vorbereiten
a) Trinkhinweise: Stay hydrated
Empfehlungen:
- Bereits 24–48 Stunden vor dem Wettkampf auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
- Am Wettkampfmorgen regelmäßig trinken, jedoch kein „Übertrinken“.
- Während des Rennens möglichst an jeder Verpflegungsstation Flüssigkeit aufnehmen.
- Kombination aus Wasser und elektrolythaltigen Getränken verwenden.
- Empfohlene Orientierung:
400–800 ml Flüssigkeit pro Stunde (individuell abhängig von Körpergröße und Schweißrate).
Bei starkem Schwitzen zusätzliche Elektrolytzufuhr einplanen.
Beachte: bei ausschließlicher Wasseraufnahme über lange Zeiträume besteht Gefahr einer Hyponatriämie (gefährlicher Natriummangel)
b) Sonnenschutz
Empfehlungen:
- Verwendung wasserfester Sonnencreme (LSF 30–50).
- Erneutes Auftragen vor dem Start und in der Wechselzone, sofern praktikabel.
- Helle Kleidung bevorzugen.
- Kappe oder Visor auf der Laufstrecke tragen.
- Sonnenbrille ausdrücklich empfohlen.
c) Kühlen
Kühlung ist bei diesen Bedingungen kein Komfort, sondern eine wichtige Schutzmaßnahme. Jede Möglichkeit zur aktiven Kühlung sollte konsequent genutzt werden.
Empfehlungen:
- An jeder Verpflegungsstation Wasser nicht nur zur Flüssigkeitsaufnahme, sondern auch zur äußernen Kühlung nutzen
- Wasser gezielt über Kopf, Nacken, Schulter und Unterarme gießen.
- Eis oder Eiswasser, z.B. mit Schwämmen insbesondere zur Kühlung von Kopf- und Nackenbereich nutzen
- bereits vor dem Start Möglichkeiten zur Vorkühlung nutzen, z.B. durch Aufenthalt im Schatten, kalte Getränke oder Kühlhandtücher.
- In Wechselzonen möglichst kurze Aufenthaltszeiten in direkter Sonneneinstrahlung vermeiden und vorhandene Kühlangebot nutzen.
- Bei ersten Anzeichen einer Überhitzung (ungewöhnlich hoher Puls, starke Wärmeempfindung, Schwindel, Übelkeit oder Leistungseinbruch) sofort Kühlmaßnahmen einleiten und Belastung reduzieren.
d) Tempomanagement
Die Wettkampfbedingungen erlauben keine Bestzeiten.
Empfehlungen:
- Rennstrategie konservativ anpassen.
- Besonders auf der Laufstrecke die Intensität reduzieren.
- Geplante Wettkampfleistung um 5–15 % reduzieren.
- Bei Schwindel, Gänsehaut, Übelkeit oder Desorientierung sofort Tempo reduzieren oder Wettkampf beenden.
e) Symptome erkennen und kommunizieren
Athleten müssen folgende Warnzeichen kennen:
- Schwindel
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Verwirrtheit
- Koordinationsstörungen
- Schüttelfrost/Gänsehaut trotz Hitze
Bei diesen Symptomen sofort anhalten, Schatten aufsuchen und ggf. medizinische Hilfe verständigen.



















